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Rubrik: Aus aktuellem AnlassThema: Welt & Zahlen

Warum verkleidest du dich an Halloween?

Dein Kostüm gehört zur Zeichensprache eines Brauchs, der über Nordamerika nach Deutschland kam. Verkleidete Hausbesuche sind aus Schottland und Irland überliefert; eine keltisch-heidnische Herkunft gilt in der Fachliteratur als ungesichert.

Stand 20.10.20263 Min. Lesezeit5 Belege

Der Beitrag als Karussell

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Slide 1: Warum verkleidest du dich an Halloween? Eine Person mit langem dunklem Haar, rosa Augenmaske und blauem Umhang mit gelbem Kragen lächelt und hält eine Kürbislaterne vor sich; links steht eine Rübenlaterne auf der Plattform; daneben steht Kopfi klein mit fragender Miene.
Slide 2: Verkleiden ist Brauch. Ein Brauch lebt von einer Gruppe, die seine Zeichen kennt; zu Halloween gehören Gruselkostüme, Kürbisse und Süßigkeiten. Die Grafik zeigt als Schema 3 Karten nebeneinander. Links steht eine rosa Augenmaske für die Verkleidung, in der Mitte eine geschnitzte Kürbislaterne, rechts eine offene Tüte mit Bonbons für die Süßigkeiten. Eine Klammer unter den Karten fasst sie als Zeichen des Brauchs zusammen.
Slide 3: Woher kommt das Verkleiden? Ende Oktober zogen in Schottland und Irland Verkleidete von Haus zu Haus. An der Tür ließen sie raten, wer sich unter der Verkleidung verbarg. Als Lohn erhielten sie Gebäck oder andere Speisen. Gedeutet wird das als Schutz vor Geistern oder als ihre Nachahmung.
Slide 4: Wie kam der Brauch zu uns? In Nordamerika verwurzelte sich Halloween im 19. Jahrhundert; in Deutschland verbreitete sich der Brauch ab Mitte der 1990er-Jahre. Die Grafik zeigt eine maßstäbliche Zeitachse von 1700 bis 2026 mit 3 Punkten. Der erste steht beim frühen 18. Jahrhundert für die aufgezeichneten Bräuche in Schottland und Irland, der zweite in der Mitte des 19. Jahrhunderts für Nordamerika, wo sich Halloween in diesem Jahrhundert verwurzelte, der dritte bei den 1990er-Jahren für Deutschland. Etabliert haben ihn vor allem Filme und Fernsehen, aber auch in Deutschland stationierte US-Truppen.
Slide 5: Ist Halloween keltisch? Der Name meint den Vorabend von Allerheiligen; eine keltisch-heidnische Herkunft ist wissenschaftlich ungesichert. Die Grafik ordnet 3 Aussagen auf einer Leiste von „spricht dagegen“ über „ungesichert“ bis „belegt“ ein. Belegt ist, dass der Name christlich ist und den Vorabend von Allerheiligen bezeichnet. Ungesichert ist eine keltisch-heidnische Herkunft des Brauchs. Dagegen spricht, dass die heutigen Bräuche vom keltischen Fest Samhain stammen: Nach einer Fachgeschichte gingen von Samhain kaum Bräuche aus, außer den Feuern.
Slide 6: Was bewirkt eine Rolle? In einem Versuch sollten 180 Kinder 10 Minuten lang eine eintönige Aufgabe lösen. Ein Videospiel stand ihnen für Pausen jederzeit bereit. In der Rolle einer Figur wie Batman arbeiteten Kinder am längsten. Die Rolle stärkte die Ausdauer der Kinder am meisten.
Slide 7: Verändert dich die Maske? Ein Halloween-Versuch von 1976 fand mehr Regelbrüche bei anonymen Kindern; eine Metaanalyse von 60 Studien stützte das kaum. Die Grafik stellt eine Vermutung und einen Befund untereinander. Durchgestrichen ist die Vermutung, mit Mund-Nasen-Schutz sei man weniger hilfsbereit. Darunter steht der Befund: In 2 Feldstudien während der Pandemie halfen Erwachsene mit Mund-Nasen-Schutz genauso viel wie Erwachsene ohne.
Slide 8: Dein Kostüm ist Brauch und Rolle. Als welche Figur hast du dich zuletzt an Halloween verkleidet?
Slide 9: Die Slide listet die 5 Belege mit vollständiger Angabe auf. KI-gestützt recherchiert, von Menschen geprüft. Jede Aussage mit Quelle.

Kurz gesagt

Ein Brauch lebt von einer Gruppe, die seine Zeichen kennt; zu Halloween gehören Gruselkostüme, Kürbisse und Süßigkeiten.1 In Deutschland verbreitete sich der Brauch ab Mitte der 1990er-Jahre, vor allem über Filme und Fernsehen, aber auch über stationierte US-Truppen.1 Der Name meint den Vorabend von Allerheiligen; eine keltisch-heidnische Herkunft ist wissenschaftlich ungesichert.1 3

01die antwort

Warum gehört das Kostüm dazu?

Verkleiden ist Brauch: Ein Brauch lebt von einer Gruppe, die ihn ausübt und für die er eine Bedeutung hat, und von Zeichen, die diese Gruppe kennt.1 Bei Halloween sind das geschnitzte Kürbisse, Gruselverkleidungen und das Einfordern von Süßigkeiten.1

Halloween soll ursprünglich durch irische Einwanderer in die USA gekommen sein, wurde dort kommerzialisiert und ist in dieser Form seit den späten 1990er-Jahren vermehrt auch in Europa zu finden.1

VerkleidungKürbisSüßigkeitenZeichen des Brauchs

02die herkunft

Woher kommt das Verkleiden?

Laut der Keltologin Pamela O’Neill sind in Schottland und Irland Bräuche zum Winteranfang Ende Oktober seit dem frühen 18. Jahrhundert aufgezeichnet; am weitesten verbreitet war das Verkleiden.2 Die Verkleideten zogen zu benachbarten Häusern und ließen dort raten, wer sich unter der Verkleidung verbarg, bevor sie Gebäck oder andere Speisen annahmen.2

Gedeutet wird das auf 2 Arten: als Schutz vor feindlichen Geistern, weil die Verkleideten unerkannt blieben, oder als Nachahmung der Geister der Ahnen.2 Manche schnitzten Fratzen in Rüben, vermutlich die Vorläufer der heutigen Kürbislaternen.2

  1. Ende Oktober

    zogen in Schottland und Irland Verkleidete von Haus zu Haus.2

  2. An der Tür

    ließen sie raten, wer sich unter der Verkleidung verbarg.2

  3. Als Lohn

    erhielten sie Gebäck oder andere Speisen.2

Gedeutet wird das als Schutz vor Geistern oder als ihre Nachahmung.2

03der weg

Wie kam der Brauch zu uns?

In Nordamerika verwurzelte sich Halloween erst im 19. Jahrhundert; in den 1920er-Jahren zogen dort verkleidete Kinder von Haus zu Haus.3

In Deutschland haben vor allem Filme und Fernsehen den Brauch etabliert, aber auch die hier stationierten US-Truppen.1 In Bad Kreuznach etwa wurde Halloween während der Stationierung schon gefeiert, als es deutschlandweit noch nahezu unbekannt war.1 Bundesweit bekannt wurde es ab Mitte der 1990er-Jahre.1

18. Jh.Schottland,Irland²19. Jh.Nordamerika³1990erDeutschland¹17002026

Etabliert haben ihn vor allem Filme und Fernsehen, aber auch in Deutschland stationierte US-Truppen.1

04die kelten

Ist Halloween keltisch?

Der Name geht auf „All Hallow Even“ zurück, den Vorabend von Allerheiligen; die Herkunft des Wortes ist also christlich.3 Häufig wird Halloween mit dem keltischen Fest Samhain verbunden, dessen Name Sommerende bedeutet.3

In der volkskundlichen Fachliteratur gelten Theorien, die den Brauch in einem keltisch-heidnischen Zusammenhang verorten, als wissenschaftlich ungesichert.1 Nach dem Historiker Nicholas Rogers lieferte Samhain kaum eigene Bräuche außer den Feuern; die meisten entstanden rund um Allerheiligen und Allerseelen.3

Die Grafik ordnet 3 Aussagen auf einer Leiste von „spricht dagegen“ über „ungesichert“ bis „belegt“ ein. Belegt ist, dass der Name christlich ist und den Vorabend von Allerheiligen bezeichnet. Ungesichert ist eine keltisch-heidnische Herkunft des Brauchs. Dagegen spricht, dass die heutigen Bräuche vom keltischen Fest Samhain stammen: Nach einer Fachgeschichte gingen von Samhain kaum Bräuche aus, außer den Feuern.

05die rolle

Was bewirkt eine Verkleidung?

In einem Versuch sollten 180 Kinder im Alter von 4 und 6 Jahren 10 Minuten lang eine eintönige Aufgabe lösen, während ihnen für Pausen jederzeit ein sehr reizvolles Videospiel bereitstand.4 Am längsten arbeiteten die Kinder, die eine Figur wie Batman verkörperten.4 Es handelt sich um eine Einzelstudie.4

Dass Anonymität grundsätzlich enthemmt, ist kaum belegt. Ein Halloween-Versuch von 1976 fand mehr Regelbrüche bei anonymen Kindern, eine Metaanalyse von 60 Studien stützte eine solche Enthemmung aber kaum.5 In 2 Feldstudien in Österreich mit 5.706 Erwachsenen halfen Menschen mit Mund-Nasen-Schutz genauso viel wie Menschen ohne; Kostümmasken prüften die Studien nicht.5

Die Grafik stellt eine Vermutung und einen Befund untereinander. Durchgestrichen ist die Vermutung, mit Mund-Nasen-Schutz sei man weniger hilfsbereit. Darunter steht der Befund: In 2 Feldstudien während der Pandemie halfen Erwachsene mit Mund-Nasen-Schutz genauso viel wie Erwachsene ohne.
  1. In einem Versuch

    sollten 180 Kinder 10 Minuten lang eine eintönige Aufgabe lösen.4

  2. Ein Videospiel

    stand ihnen für Pausen jederzeit bereit.4

  3. In der Rolle

    einer Figur wie Batman arbeiteten Kinder am längsten.4

Die Rolle stärkte die Ausdauer der Kinder am meisten.4

06häufige fragen

Häufige Fragen

Woher kommt Halloween?

Verkleidete Hausbesuche zum Winteranfang sind aus Schottland und Irland seit dem frühen 18. Jahrhundert überliefert.2 In Nordamerika verwurzelte sich Halloween im 19. Jahrhundert, in Deutschland verbreitete es sich ab Mitte der 1990er-Jahre.1 3

Ist Halloween ein keltisches Fest?

Der Name ist christlich und meint den Vorabend von Allerheiligen.3 Eine keltisch-heidnische Herkunft gilt in der volkskundlichen Fachliteratur als wissenschaftlich ungesichert.1

Warum verkleidet man sich an Halloween?

Gruselverkleidungen gehören zu den Zeichen des Brauchs, neben geschnitzten Kürbissen und Süßigkeiten.1 Gedeutet wird das alte Verkleiden als Schutz vor Geistern oder als ihre Nachahmung.2

Was ist der Batman-Effekt?

In einem Versuch mit 180 Kindern arbeiteten jene am längsten an einer eintönigen Aufgabe, die eine Figur wie Batman verkörperten.4

07belege

Belege

  1. [1]Vogelgesang, J. (2024). „Die Amerikaner gehen, Halloween bleibt“! Über die Darstellung eines Brauchs in der Tageszeitung von Bad Kreuznach. Volkskunde in Rheinland-Pfalz 39, 95–101. doi.org/10.25358/openscience-10744
  2. [2]O’Neill, P. (2025). Samhain: the true, non-American origins of Halloween. The Conversation, 27.10.2025. doi.org/10.64628/AA.w36w3muck
  3. [3]Rogers, N. (2002). Halloween: From Pagan Ritual to Party Night. New York: Oxford University Press. doi.org/10.1093/oso/9780195146912.001.0001
  4. [4]White, R. E., Prager, E. O., Schaefer, C., Kross, E., Duckworth, A. L., Carlson, S. M. (2017). The „Batman Effect“: Improving Perseverance in Young Children. Child Development 88 (5), 1563–1571. doi.org/10.1111/cdev.12695
  5. [5]Seetahul, Y., Greitemeyer, T. (2022). A practical test of the link between perceived identifiability and prosociality with two field studies. Scientific Reports 12, 13149. doi.org/10.1038/s41598-022-17248-2

KI-gestützt recherchiert, von Menschen geprüft. Jede Aussage mit Quelle. Stand: 20.10.2026. Hast du einen Fehler entdeckt? Wir korrigieren ihn offen; die Einzelheiten stehen unter Korrekturen.

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