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Rubrik: Warum ist das so?Thema: Welt & Zahlen

Warum bekommt dein Mops so schwer Luft?

Durch Zucht ist der Gesichtsschädel des Mopses stark verkürzt, das Weichgewebe darin aber nicht im gleichen Maß. Nasenlöcher, Nase und Rachen werden eng, und die Atemluft wird gebremst.

Stand 20.10.20263 Min. Lesezeit5 Belege

Der Beitrag als Karussell

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Slide 1: Warum bekommt dein Mops so schwer Luft? Eine Person mit lockigem Haar und gelbem Pulli hält einen freundlichen Mops mit rosa Halsband im Arm; daneben steht Kopfi klein mit fragender Miene.
Slide 2: Im Schädel wird es eng. Bei deinem Mops ist der Gesichtsschädel verkürzt, das Weichgewebe darin aber nicht im gleichen Maß. Die Zeichnung zeigt auf einer blauen Bühne links einen weißen Mops mit schwarzer Maske, Knopfohren, Ringelrute und rosa Halsband, der freundlich sitzt. In der Mitte zeigt eine Lupe schematisch einen Längsschnitt durch eine kurze Schnauze: rechts die schwarze Nase mit schmalem Nasenloch, dahinter ein enger Nasengang, in den von oben und unten Nasenmuscheln ragen, darunter der kurze harte Gaumen und dahinter ein langes Gaumensegel, das in den Rachen hängt. Eine blaue gestrichelte Linie zeigt den Weg der Atemluft durch die Engstellen nach unten. Rechts schaut Kopfi neugierig zu.
Slide 3: Wo wird die Luft gebremst? Enge Nasenlöcher bremsen den Luftstrom am Eingang. Nasenmuscheln sind relativ zu groß und engen die Nase ein. Das Gaumensegel ist zu lang und engt den Rachen ein. Fachleute sprechen vom brachyzephalen obstruktiven Atemwegssyndrom, kurz BOAS.
Slide 4: Ist Schnarchen rassetypisch? Weil solche Zeichen oft als rassetypisch gelten, unterschätzen Halterbefragungen die Häufigkeit vermutlich. Die Grafik stellt eine Vermutung und einen Befund untereinander. Durchgestrichen ist die Vermutung, Schnarchen und Schnaufen gehörten beim Mops einfach zur Rasse. Darunter steht der Befund: Schnarchen und lautes Atmen zählen zu den Anzeichen von BOAS.
Slide 5: Wie kurz ist zu kurz? Die Grafik zeigt 3 waagrechte Balken im richtigen Verhältnis: die Länge des Hirnschädels als 100 Prozent, die Grenze von 50 Prozent, unterhalb der in der Studie Atemwegsprobleme auftraten, und die Schnauze des Mopses mit durchschnittlich rund 11 Prozent der Hirnschädellänge. Bei 700 Hunden stieg das Risiko, je kürzer die Schnauze war.
Slide 6: Wie viele Möpse sind betroffen? Wie häufig deutliche Atemprobleme sind, hängt stark davon ab, welche Möpse untersucht werden. Die Säulengrafik „Möpse mit deutlichen Atemproblemen (Grad 2 oder 3) in Prozent“ zeigt für „Studie 2017“ (189 Möpse) 65 und für „Zuchtprüfung“ (900 Prüfungen) 20. Schwer erkrankte Hunde fehlen in der freiwilligen Prüfung vermutlich häufiger.
Slide 7: Hilft eine gezielte Zucht? Seit 2019 prüft der britische Kennel Club die Atmung von Zuchthunden. Vor und nach Belastung hören Fachleute die Atemwege ab. Die Atemfunktion ist mäßig erblich; Zucht kann sie verbessern. Ab Grad 2 von 3 gilt ein Hund als erkrankt.
Slide 8: Was sagt das Gesetz? § 11b verbietet Zuchten, wenn bei den Nachkommen erblich umgestaltete Organe Schmerzen, Leiden oder Schäden verursachen. Die Grafik setzt „§ 11b“ mit „Qualzucht verboten“ und „1999“ mit „Gutachten nennt Mops“ gleich.
Slide 9: Dem Atemweg fehlt der Platz. Wie viele Möpse in deinem Umfeld schnarchen hörbar im Schlaf?
Slide 10: Die Slide listet die 5 Belege mit vollständiger Angabe auf. KI-gestützt recherchiert, von Menschen geprüft. Jede Aussage mit Quelle.

Kurz gesagt

Durch Zucht ist der Gesichtsschädel des Mopses stark verkürzt, Gaumensegel und Zunge aber nicht im gleichen Maß.1 2 Enge Nasenlöcher, zu große Nasenmuscheln und ein zu langes Gaumensegel bremsen die Atemluft.1 2 5 In einer Studie mit 700 Hunden traten solche Atemprobleme nur auf, wenn die Schnauze kürzer als die Hälfte des Hirnschädels war.2

01die antwort

Warum wird die Luft knapp?

Im Schädel wird es eng: Durch Zucht ist der Gesichtsschädel des Mopses stark verkürzt, das Weichgewebe darin wie Gaumensegel und Zunge aber nicht im gleichen Maß.1 2 Das verengt die oberen Atemwege.1

Enge Nasenlöcher bremsen den Luftstrom schon am Eingang.2 5 In der Nase wachsen die Nasenmuscheln weiter, obwohl das Mittelgesicht kurz bleibt; sie sind deshalb relativ zu groß und engen die Nase ein.2 Das Gaumensegel ist zu lang und engt den Rachen ein.1 2 5

Fachleute sprechen vom brachyzephalen obstruktiven Atemwegssyndrom, kurz BOAS; brachyzephal heißt kurzköpfig.1 5

Die Zeichnung zeigt auf einer blauen Bühne links einen weißen Mops mit schwarzer Maske, Knopfohren, Ringelrute und rosa Halsband, der freundlich sitzt. In der Mitte zeigt eine Lupe schematisch einen Längsschnitt durch eine kurze Schnauze: rechts die schwarze Nase mit schmalem Nasenloch, dahinter ein enger Nasengang, in den von oben und unten Nasenmuscheln ragen, darunter der kurze harte Gaumen und dahinter ein langes Gaumensegel, das in den Rachen hängt. Eine blaue gestrichelte Linie zeigt den Weg der Atemluft durch die Engstellen nach unten. Rechts schaut Kopfi neugierig zu.
  1. Enge Nasenlöcher

    bremsen den Luftstrom am Eingang.2 5

  2. In der Nase

    sind die Nasenmuscheln relativ zu groß.2

  3. Das Gaumensegel

    ist zu lang und engt den Rachen ein.1 2 5

Fachleute nennen das Leiden kurz BOAS.1

02die anzeichen

Ist Schnarchen rassetypisch?

Schnarchen und lautes Atmen zählen zu den Anzeichen von BOAS, ebenso Atemnot beim Einatmen und eine geringe Verträglichkeit von Hitze und Belastung.1 3 In schweren Fällen kann es zu Ohnmachtsanfällen kommen.1

Weil solche Zeichen oft als rassetypisch gelten, unterschätzen Befragungen von Halterinnen und Haltern die Häufigkeit vermutlich.3

Die Grafik stellt eine Vermutung und einen Befund untereinander. Durchgestrichen ist die Vermutung, Schnarchen und Schnaufen gehörten beim Mops einfach zur Rasse. Darunter steht der Befund: Schnarchen und lautes Atmen zählen zu den Anzeichen von BOAS.

03die schnauze

Wie kurz ist zu kurz?

In einer Studie mit 700 Hunden verschiedener Rassen stieg das Risiko für BOAS steil, je kürzer die Schnauze im Verhältnis zum Hirnschädel war.2 Atemprobleme traten nur bei Hunden auf, deren Schnauze weniger als halb so lang war wie der Hirnschädel.2

Beim Mops misst die Schnauze durchschnittlich rund 11 % der Länge des Hirnschädels.2 3 Übergewicht erhöhte das Risiko zusätzlich.1 2

Die Grafik zeigt 3 waagrechte Balken im richtigen Verhältnis: die Länge des Hirnschädels als 100 Prozent, die Grenze von 50 Prozent, unterhalb der in der Studie Atemwegsprobleme auftraten, und die Schnauze des Mopses mit durchschnittlich rund 11 Prozent der Hirnschädellänge.

Bei 700 Hunden stieg das Risiko, je kürzer die Schnauze war.2

04die häufigkeit

Wie viele Möpse sind betroffen?

Wie häufig deutliche Atemprobleme sind, hängt stark davon ab, welche Möpse untersucht werden.1 3 Unter 189 Möpsen einer Cambridger Studie von 2017, die überwiegend freiwillig teilnahmen, hatten 65 % deutliche Atemprobleme, also Grad 2 oder 3.1

In 900 Prüfungen der britischen Zuchtprüfung waren es 20 %.3 Seit 2019 prüft der Royal Kennel Club dort die Atmung von Hunden, die für die Zucht vorgesehen sind; Fachleute hören die Atemwege vor und nach einer Belastung ab.3 Weil die Teilnahme freiwillig ist, fehlen schwer erkrankte Hunde vermutlich häufiger.3

Die Atemfunktion ist mäßig erblich; eine gezielte Zucht innerhalb der Rasse kann sie deshalb verbessern.3

Möpse mit deutlichen Atemproblemen (Grad 2 oder 3) in Prozent1 3

Studie 2017189 Möpse65
Zuchtprüfung900 Prüfungen20
Schwer erkrankte Hunde fehlen in der freiwilligen Prüfung vermutlich häufiger.3
  1. Seit 2019 prüft

    der britische Kennel Club die Atmung von Zuchthunden.3

  2. Vor und nach

    Belastung hören Fachleute die Atemwege ab.3

  3. Die Atemfunktion

    ist mäßig erblich; Zucht kann sie verbessern.3

Ab Grad 2 von 3 gilt ein Hund als erkrankt.3

05das gesetz

Was sagt das Gesetz?

Das Tierschutzgesetz verbietet in § 11b Zuchten, wenn bei den Nachkommen erblich umgestaltete Körperteile oder Organe Schmerzen, Leiden oder Schäden verursachen.4 Ein Gutachten zur Auslegung dieses Verbots von Qualzüchtungen nannte 1999 den Mops unter den kurzköpfigen Rassen.5

Es empfahl, unverhältnismäßig kurze Gesichtsknochen aus der Zucht auszuschließen.5

§ 11bheißtQualzucht verboten4 5
1999heißtGutachten nennt Mops5

06häufige fragen

Häufige Fragen

Warum hat der Mops Atemnot?

Sein Gesichtsschädel ist durch Zucht stark verkürzt, das Weichgewebe aber nicht im gleichen Maß; das verengt die Atemwege.1 2

Was ist BOAS beim Hund?

Das brachyzephale obstruktive Atemwegssyndrom: verengte Atemwege bei kurzköpfigen Hunden, etwa durch enge Nasenlöcher und ein zu langes Gaumensegel.1 2

Ist Schnarchen beim Mops normal?

Schnarchen und lautes Atmen zählen zu den Anzeichen von BOAS, auch wenn sie oft als rassetypisch gelten.1 3

Ist der Mops eine Qualzucht?

§ 11b des Tierschutzgesetzes verbietet Qualzucht; ein Gutachten dazu nannte 1999 den Mops unter den kurzköpfigen Rassen.4 5

07belege

Belege

  1. [1]Liu, N.-C., Troconis, E. L., Kalmar, L., Price, D. J., Wright, H. E., Adams, V. J., Sargan, D. R., Ladlow, J. F. (2017). Conformational risk factors of brachycephalic obstructive airway syndrome (BOAS) in pugs, French bulldogs, and bulldogs. PLOS ONE 12 (8), e0181928. doi.org/10.1371/journal.pone.0181928
  2. [2]Packer, R. M. A., Hendricks, A., Tivers, M. S., Burn, C. C. (2015). Impact of Facial Conformation on Canine Health: Brachycephalic Obstructive Airway Syndrome. PLOS ONE 10 (10), e0137496. doi.org/10.1371/journal.pone.0137496
  3. [3]Ilska, J. J., McDonnell, F., Ladlow, J. F. (2026). Quantitative genetic analysis of respiratory function and related traits in Bulldogs, French Bulldogs and Pugs. PLOS ONE 21 (5), e0348023. doi.org/10.1371/journal.pone.0348023
  4. [4]Tierschutzgesetz, § 11b, zuletzt geändert am 20.12.2022. www.gesetze-im-internet.de/tierschg/__11b.html, abgerufen am 19.10.2026
  5. [5]Sachverständigengruppe Tierschutz und Heimtierzucht (1999). Gutachten zur Auslegung von § 11b des Tierschutzgesetzes (Verbot von Qualzüchtungen). tierschutz.hessen.de/sites/tierschutz.hessen.de/files/2022-11/bmel_gutachten_qualzucht_1999_1.pdf, abgerufen am 19.10.2026

KI-gestützt recherchiert, von Menschen geprüft. Jede Aussage mit Quelle. Stand: 20.10.2026. Hast du einen Fehler entdeckt? Wir korrigieren ihn offen; die Einzelheiten stehen unter Korrekturen.

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