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Rubrik: Warum ist das so?Thema: Psychologie

Warum steigert eine Umarmung dein Wohlbefinden?

Berührung lindert laut einer Metaanalyse Angst und Schmerz, und eine Umarmung kann zudem soziale Unterstützung vermitteln. In einem Versuch dämpfte schon eine Umarmung von 20 Sekunden den Anstieg des Stresshormons Cortisol.

Stand 20.10.20262 Min. Lesezeit5 Belege

Der Beitrag als Karussell

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Slide 1: Warum steigert eine Umarmung dein Wohlbefinden?
Slide 2: Berührung dämpft Stress. Eine Umarmung vermittelt Zuwendung und kann so die Stressreaktion deines Körpers dämpfen. Die Zeichnung zeigt auf einer blauen Bühne links 2 Menschen, die sich im Profil umarmen: weiße runde Köpfe mit geschlossenen Augen und kleinem Lächeln, Hemden in Rosa und Gelb. In der Mitte steht ein senkrechter Pegel für das Stresshormon Cortisol; eine gestrichelte Linie markiert den Stand ohne Umarmung, ein gelber Pfeil zeigt hinab zum niedrigeren rosa Füllstand. Rechts schaut Kopfi neugierig zu.
Slide 3: Warum beruhigt Berührung? C-taktile Fasern der Haut sprechen schon auf leichte Berührung an. Ihre Signale könnten über den Parasympathikus deine Stressreaktion bremsen. Zugleich zeigt dir eine Umarmung Zuwendung und Zugehörigkeit. Fachleute vermuten 2 Wege.
Slide 4: Wie stark wirkt Berührung? In 85 Studien mit überwiegend Erwachsenen, meist zu Massagen, linderte Berührung vor allem Schmerz, Angst und depressive Gefühle. Die Säulengrafik „Effektstärke (Hedges’ g) bei Erwachsenen“ zeigt für „Schmerz“ 0,69, für „Angst“ 0,64, für „Depressivität“ 0,59 und für „gesamt“ 0,52. Die Studie wertet den Gesamteffekt von 0,52 als mittelgroß.
Slide 5: Was zeigte ein Stresstest? 159 Teilnehmende durchliefen einen genormten Stresstest mit Vorstellungsgespräch. Kurz davor erhielt ein Teil eine 20 Sekunden lange Umarmung einer Helferin. Ihr Cortisol lag danach niedriger als ohne Berührung, ihr Stressempfinden nicht. Eine Umarmung dämpfte den Anstieg des Stresshormons.
Slide 6: Hilft Umarmen nach Streit? In Abendbefragungen von 404 Erwachsenen trübte Streit die Stimmung weniger, wenn es am selben Tag eine Umarmung gab. Die Grafik stellt 2 Karten gegenüber. Links steht „Streit“ mit einem zackigen, verärgerten Symbol: Streit trübt die Stimmung. Rechts steht „Umarmung“ mit 2 Menschen, die sich umarmen: Eine Umarmung am selben Tag mildert diese Eintrübung.
Slide 7: Wehrt Umarmen Infekte ab? 404 Gesunde gaben 14 Abende lang Streit und Umarmungen an. Dann erhielten sie Erkältungsviren in Quarantäne. Häufig Umarmte zeigten nach einer Infektion mildere Krankheitszeichen. Häufig Umarmte steckten sich seltener an.
Slide 8: Wie sicher ist dieses Wissen? Gut belegt ist, dass Berührung Angst und Schmerz lindert; Oxytocin als Ursache gilt bisher als Hypothese. Die Grafik ordnet 4 Aussagen auf einer Leiste von „spricht dagegen“ über „unklar“ bis „belegt“ ein. Dass Berührung Angst und Schmerz lindert, ist gut belegt. Für einen Schutz vor Infekten gibt es erste Hinweise aus 1 Studie. Oxytocin als Ursache ist eine Hypothese. Dass nur Vertraute wirken, trifft bei Erwachsenen nicht zu.
Slide 9: Berührung puffert Stress. Wie viele Umarmungen bekommst du an einem gewöhnlichen Tag?
Slide 10: Die Slide listet die 5 Belege mit vollständiger Angabe auf. KI-gestützt recherchiert, von Menschen geprüft. Jede Aussage mit Quelle.

Kurz gesagt

Berührung lindert laut einer Metaanalyse Angst und Schmerz; eine Umarmung kann zudem soziale Unterstützung vermitteln.1 2 In einem Versuch mit 159 Teilnehmenden lag das Stresshormon Cortisol nach einer Umarmung von 20 Sekunden niedriger als ohne Berührung.4 Bei Erwachsenen wirkte Berührung durch Vertraute nicht stärker als durch Fachkräfte.1

01die antwort

Warum tut eine Umarmung gut?

Berührung dämpft Stress: Laut einer Metaanalyse lindert sie Angst und Schmerz, und eine Umarmung kann zudem soziale Unterstützung vermitteln.1 2

Fachleute vermuten 2 Wege.4 C-taktile Fasern der Haut sprechen schon auf leichte Berührung an; ihre Signale könnten über den Parasympathikus deine Stressreaktion bremsen.4 5 Zugleich zeigt dir eine Umarmung Zuwendung und Zugehörigkeit.2 4

Die Zeichnung zeigt auf einer blauen Bühne links 2 Menschen, die sich im Profil umarmen: weiße runde Köpfe mit geschlossenen Augen und kleinem Lächeln, Hemden in Rosa und Gelb. In der Mitte steht ein senkrechter Pegel für das Stresshormon Cortisol; eine gestrichelte Linie markiert den Stand ohne Umarmung, ein gelber Pfeil zeigt hinab zum niedrigeren rosa Füllstand. Rechts schaut Kopfi neugierig zu.
  1. C-taktile Fasern

    der Haut sprechen schon auf leichte Berührung an.5

  2. Ihre Signale

    könnten über den Parasympathikus deine Stressreaktion bremsen.4

  3. Zugleich zeigt

    dir eine Umarmung Zuwendung und Zugehörigkeit.2 4

Fachleute vermuten 2 Wege.4

02die wirkung

Wie stark wirkt Berührung?

Eine Metaanalyse fasste 137 Studien zu Berührung zusammen.1 In 85 Studien mit überwiegend Erwachsenen, meist zu Massagen von im Median 20 Minuten, linderte Berührung vor allem Schmerz, Angst und depressive Gefühle.1 Den Gesamteffekt werten die Autoren als mittelgroß.1 Ob sehr kurze Berührungen genauso wirken, ist offen, weil kaum eine Studie unter 5 Minuten lag.1

Bei Erwachsenen wirkte Berührung durch Vertraute nicht stärker als durch Fachkräfte; nur bei Neugeborenen nützte die Berührung der Eltern mehr.1 Berührung durch Objekte oder Roboter half der Psyche weniger als Berührung durch Menschen.1

Effektstärke (Hedges’ g) bei Erwachsenen1

Schmerz0,69
Angst0,64
Depressivität0,59
gesamt0,52
Die Studie wertet den Gesamteffekt von 0,52 als mittelgroß.1

03der versuch

Was zeigte ein Stresstest?

In einem Versuch durchliefen 159 Teilnehmende einen genormten Stresstest mit einem Vorstellungsgespräch für ihren Traumberuf.4 Kurz davor erhielt ein Teil eine 20 Sekunden lange Umarmung einer Studienhelferin.4

Danach lag ihr Cortisol niedriger als ohne Berührung, ihr Stressempfinden aber nicht.4 Eine Selbstberührung, etwa die Hand auf dem Herzen, wirkte in diesem Versuch ähnlich.4

  1. 159 Teilnehmende

    durchliefen einen genormten Stresstest mit Vorstellungsgespräch.4

  2. Kurz davor

    erhielt ein Teil eine 20 Sekunden lange Umarmung einer Helferin.4

  3. Ihr Cortisol

    lag danach niedriger als ohne Berührung, ihr Stressempfinden nicht.4

Eine Umarmung dämpfte den Anstieg des Stresshormons.4

04der alltag

Hilft Umarmen nach Streit?

In Abendbefragungen von 404 Erwachsenen an 14 Tagen trübte Streit die Stimmung weniger, wenn es am selben Tag eine Umarmung gab.3 Das ist ein Zusammenhang, kein Beleg für eine Ursache.3

Dieselben 404 Gesunden erhielten danach Erkältungsviren und blieben in Quarantäne.2 Wer häufig umarmt worden war, steckte sich seltener an und zeigte nach einer Infektion mildere Krankheitszeichen.2 Voll ausgeprägte Erkältungen traten aber nicht messbar seltener auf.2

Die Grafik stellt 2 Karten gegenüber. Links steht „Streit“ mit einem zackigen, verärgerten Symbol: Streit trübt die Stimmung. Rechts steht „Umarmung“ mit 2 Menschen, die sich umarmen: Eine Umarmung am selben Tag mildert diese Eintrübung.
  1. 404 Gesunde

    gaben 14 Abende lang Streit und Umarmungen an.2

  2. Dann erhielten

    sie Erkältungsviren in Quarantäne.2

  3. Häufig Umarmte

    zeigten nach einer Infektion mildere Krankheitszeichen.2

Häufig Umarmte steckten sich seltener an.2

05die belege

Wie sicher ist dieses Wissen?

Gut belegt ist, dass Berührung Angst und Schmerz lindert.1 Für einen Schutz vor Infekten gibt es erste Hinweise aus 1 Beobachtungsstudie.2 Dass das Hormon Oxytocin die Wirkung erklärt, gilt bisher als Hypothese.1 4

Nicht jede Berührung ist angenehm; die Forschung betrachtet einvernehmliche Umarmungen und Berührungen.1 5

Die Grafik ordnet 4 Aussagen auf einer Leiste von „spricht dagegen“ über „unklar“ bis „belegt“ ein. Dass Berührung Angst und Schmerz lindert, ist gut belegt. Für einen Schutz vor Infekten gibt es erste Hinweise aus 1 Studie. Oxytocin als Ursache ist eine Hypothese. Dass nur Vertraute wirken, trifft bei Erwachsenen nicht zu.

06häufige fragen

Häufige Fragen

Warum tun Umarmungen gut?

Berührung lindert laut einer Metaanalyse Angst und Schmerz, und eine Umarmung kann soziale Unterstützung vermitteln.1 2

Senkt eine Umarmung Stress?

In einem Versuch lag das Stresshormon Cortisol nach einer Umarmung von 20 Sekunden niedriger als ohne Berührung, das Stressempfinden aber nicht.4

Ist Oxytocin für die Wirkung verantwortlich?

Das ist bisher eine Hypothese.1 4

Müssen es Vertraute sein?

Bei Erwachsenen wirkte Berührung durch Vertraute nicht stärker als durch Fachkräfte.1

07belege

Belege

  1. [1]Packheiser, J., Hartmann, H., Fredriksen, K., Gazzola, V., Keysers, C., Michon, F. (2024). A systematic review and multivariate meta-analysis of the physical and mental health benefits of touch interventions. Nature Human Behaviour 8 (6), 1088–1107. doi.org/10.1038/s41562-024-01841-8
  2. [2]Cohen, S., Janicki-Deverts, D., Turner, R. B., Doyle, W. J. (2015). Does Hugging Provide Stress-Buffering Social Support? A Study of Susceptibility to Upper Respiratory Infection and Illness. Psychological Science 26 (2), 135–147. doi.org/10.1177/0956797614559284
  3. [3]Murphy, M. L. M., Janicki-Deverts, D., Cohen, S. (2018). Receiving a hug is associated with the attenuation of negative mood that occurs on days with interpersonal conflict. PLOS ONE 13 (10), e0203522. doi.org/10.1371/journal.pone.0203522
  4. [4]Dreisoerner, A., Junker, N. M., Schlotz, W., Heimrich, J., Bloemeke, S., Ditzen, B., van Dick, R. (2021). Self-soothing touch and being hugged reduce cortisol responses to stress: A randomized controlled trial on stress, physical touch, and social identity. Comprehensive Psychoneuroendocrinology 8, 100091. doi.org/10.1016/j.cpnec.2021.100091
  5. [5]Schirmer, A., Croy, I., Ackerley, R. (2023). What are C-tactile afferents and how do they relate to „affective touch“? Neuroscience & Biobehavioral Reviews 151, 105236. doi.org/10.1016/j.neubiorev.2023.105236

KI-gestützt recherchiert, von Menschen geprüft. Jede Aussage mit Quelle. Stand: 20.10.2026. Hast du einen Fehler entdeckt? Wir korrigieren ihn offen; die Einzelheiten stehen unter Korrekturen.

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