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Rubrik: Zahl des TagesThema: Welt & Zahlen

Bekommst du am Ende weniger Kinder, als du dir wünschst?

Frauen von 40 bis 49 Jahren in Deutschland hatten 2021/22 durchschnittlich 1,55 Kinder, ideal wären ihnen 2,14 gewesen. Die Lücke beträgt rund 0,6 Kinder; ihre Planung hatten sie dagegen fast erreicht.

Stand 20.10.20263 Min. Lesezeit5 Belege

Der Beitrag als Karussell

swipedichschlau
Slide 1: Bekommst du am Ende weniger Kinder, als du dir wünschst?
Slide 2: 0,6 Kinder. Frauen von 40 bis 49 Jahren hatten 2021/22 im Schnitt rund 0,6 Kinder weniger, als sie sich im Idealfall gewünscht hätten. Die Grafik setzt „2,14“ mit „ideal“ und „1,55“ mit „tatsächlich“ gleich.
Slide 3: Was bedeutet Kinderwunsch? Das Ideal ist die Kinderzahl, die du dir ohne alle Hindernisse wünschen würdest. Die Planung ist die Zahl, die du realistisch betrachtet insgesamt erwartest. Tatsächlich zählen alle leiblichen Kinder, die du bis dahin bekommen hast. Die Forschung unterscheidet das Ideal von der realistischen Planung.
Slide 4: Was ändert sich mit dem Alter? Mit 40 bis 49 Jahren planten Frauen kaum mehr Kinder, als sie hatten, ihr Ideal lag weiter deutlich darüber. Je Altersgruppe zeigen 3 maßstabsgetreue Säulen die mittlere tatsächliche, geplante und ideale Kinderzahl von Frauen in Deutschland 2021/22: mit 18 bis 29 Jahren 0,23, 1,98 und 2,38, mit 30 bis 39 Jahren 1,24, 1,85 und 2,32, mit 40 bis 49 Jahren 1,55, 1,62 und 2,14 Kinder. Die geplante Zahl nähert sich mit dem Alter der tatsächlichen, die ideale bleibt darüber. Das Forschungsteam deutet das als Anpassung der Planung an die mit dem Alter sinkenden Chancen auf ein Kind.
Slide 5: Wie viele Kinder hat eine Frau? Die amtliche Statistik trennt die endgültige Kinderzahl eines Jahrgangs von der Geburtenrate eines Jahres. 2 maßstabsgetreue Balken: Frauen des Jahrgangs 1976 bekamen bis zum Alter von 49 Jahren im Schnitt 1,58 Kinder, die zusammengefasste Geburtenziffer des Jahres 2025 lag bei 1,32 Kindern je Frau; der zweite Balken ist 83,5 % so lang wie der erste. Die Rate eines Jahres kann auch sinken, wenn Frauen ihre Kinder später bekommen.
Slide 6: Sinkt auch der Kinderwunsch? Frauen von 18 bis 39 Jahren planten 2024/25 im Schnitt 1,69 Kinder, 2021/22 waren es noch 1,85. Die Säulengrafik „Geplante Kinderzahl von Frauen zwischen 18 und 39 Jahren, Mittelwert“ zeigt für „2021/22“ 1,85, für „2022/23“ 1,85, für „2023/24“ 1,79 und für „2024/25“ 1,69. Männer planten zuletzt 1,64 Kinder, das Ideal blieb bei 2,2 bis 2,3.
Slide 7: Womit geht die Planung einher? In den nächsten 3 Jahren planten 2023/24 nur 24 % der Frauen von 30 bis 39 ein Kind. Verheiratete Frauen planten mehr Kinder, ihre Lücke war kleiner. Große Sorgen um Klima und Demokratie gingen mit kleinerem Kinderwunsch einher. Das Einkommen wog in einem Befragungsexperiment in 4 Ländern am meisten.
Slide 8: Das Ideal lag 0,6 Kinder höher. Wie groß hättest du die Lücke geschätzt?
Slide 9: Die Slide listet die 5 Belege mit vollständiger Angabe auf. KI-gestützt recherchiert, von Menschen geprüft. Jede Aussage mit Quelle.

Kurz gesagt

Frauen von 40 bis 49 Jahren hatten 2021/22 durchschnittlich rund 0,6 Kinder weniger, als sie sich im Idealfall gewünscht hätten.1 Die Zahl der Kinder, die junge Frauen realistisch planen, sank von 1,85 in 2021/22 auf 1,69 in 2024/25; das Ideal blieb bei 2,2 bis 2,3.2 Die Geburtenrate lag 2025 bei 1,32 Kindern je Frau, dem niedrigsten Stand seit 1997.3

01die antwort

Wie groß ist die Lücke?

Frauen von 40 bis 49 Jahren hatten 2021/22 durchschnittlich 1,55 Kinder; im Idealfall hätten sie sich 2,14 gewünscht.1 Die Lücke beträgt rund 0,6 Kinder.1 Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung wertete dafür die Angaben von 3.074 Frauen in Deutschland aus.1

Die Forschung unterscheidet dabei das Ideal von der realistischen Planung.2 Das Ideal ist die Kinderzahl, die du dir ohne alle Hindernisse wünschen würdest; die Planung ist die Zahl, die du realistisch betrachtet insgesamt erwartest.2 Tatsächlich zählen alle leiblichen Kinder, die jemand bis dahin bekommen hat.1

2,14heißtideal1
1,55heißttatsächlich1
  1. Das Ideal

    ist die Kinderzahl, die du dir ohne alle Hindernisse wünschen würdest.2

  2. Die Planung

    ist die Zahl, die du realistisch betrachtet insgesamt erwartest.2

  3. Tatsächlich zählen

    alle leiblichen Kinder, die du bis dahin bekommen hast.1

Die Forschung unterscheidet das Ideal von der realistischen Planung.2

02das alter

Was ändert sich mit dem Alter?

Mit 18 bis 29 Jahren hatten Frauen durchschnittlich 0,23 Kinder, planten 1,98 und hielten 2,38 für ideal.1 Mit 30 bis 39 Jahren waren es 1,24, 1,85 und 2,32 Kinder, mit 40 bis 49 Jahren 1,55, 1,62 und 2,14.1

Mit 40 bis 49 Jahren planten Frauen damit kaum mehr Kinder, als sie hatten; ihr Ideal lag weiter deutlich darüber.1 Das Forschungsteam deutet das als Anpassung der Planung an die mit dem Alter sinkenden Chancen auf ein Kind.1 Verglichen werden dabei verschiedene Altersgruppen, nicht dieselben Frauen im Lauf ihres Lebens.1

KINDER JE FRAUtatsächlichgeplantideal0,231,982,3818 bis 291,241,852,3230 bis 391,551,622,1440 bis 49Alter in Jahren

Das Forschungsteam deutet das als Anpassung der Planung an die mit dem Alter sinkenden Chancen auf ein Kind.1

03die statistik

Wie viele Kinder hat eine Frau?

Die amtliche Statistik trennt die endgültige Kinderzahl eines Jahrgangs von der Geburtenrate eines Jahres.3 Frauen des Jahrgangs 1976 bekamen bis zum Alter von 49 Jahren durchschnittlich 1,58 Kinder.3

Die Geburtenrate, genauer die zusammengefasste Geburtenziffer, lag 2025 bei 1,32 Kindern je Frau, dem niedrigsten Stand seit 1997.3 Sie ist ein theoretischer Wert und kann auch sinken, wenn Frauen ihre Kinder später bekommen.2

2 maßstabsgetreue Balken: Frauen des Jahrgangs 1976 bekamen bis zum Alter von 49 Jahren im Schnitt 1,58 Kinder, die zusammengefasste Geburtenziffer des Jahres 2025 lag bei 1,32 Kindern je Frau; der zweite Balken ist 83,5 % so lang wie der erste. Die Rate eines Jahres kann auch sinken, wenn Frauen ihre Kinder später bekommen.

04der trend

Sinkt auch der Kinderwunsch?

Frauen von 18 bis 39 Jahren planten 2024/25 durchschnittlich 1,69 Kinder; 2021/22 und 2022/23 waren es 1,85, 2023/24 noch 1,79.2 Männer planten zuletzt 1,64 Kinder.2

Die Kinderzahl, die Frauen und Männer für ideal halten, blieb dagegen mit 2,2 bis 2,3 stabil.2

Geplante Kinderzahl von Frauen zwischen 18 und 39 Jahren, Mittelwert2

2021/221,85
2022/231,85
2023/241,79
2024/251,69
Männer planten zuletzt 1,64 Kinder, das Ideal blieb bei 2,2 bis 2,3.2

05die planung

Womit geht die Planung einher?

Ein Kind in den nächsten 3 Jahren planten 2023/24 nur 24 % der Frauen von 30 bis 39 Jahren, 2021/22 waren es noch 28 %.4 Verheiratete Frauen planten mehr Kinder, und ihre Lücke war kleiner.1

Große Sorgen um Klima und Demokratie gingen mit einem kleineren Kinderwunsch einher.2 In einem Befragungsexperiment in 4 Ländern, darunter Deutschland, wog bei gedachten Lebenslagen das Haushaltseinkommen am meisten.5

Ein wiederholter Aufschub kann auch zu ungewollter Kinderlosigkeit führen.4 Alle Befunde beschreiben Zusammenhänge und Durchschnittswerte von Gruppen, keine Ursachen und keine einzelnen Lebenswege.1 2

  1. In den nächsten

    3 Jahren planten 2023/24 nur 24 % der Frauen von 30 bis 39 ein Kind.4

  2. Verheiratete

    Frauen planten mehr Kinder, ihre Lücke war kleiner.1

  3. Große Sorgen

    um Klima und Demokratie gingen mit kleinerem Kinderwunsch einher.2

  4. Das Einkommen

    wog in einem Befragungsexperiment in 4 Ländern am meisten.5

06häufige fragen

Häufige Fragen

Wie viele Kinder bekommt eine Frau in Deutschland?

Frauen des Jahrgangs 1976 bekamen durchschnittlich 1,58 Kinder; die Geburtenrate lag 2025 bei 1,32 Kindern je Frau.3

Wie viele Kinder wünschen sich Frauen?

Als ideal gelten durchschnittlich 2,2 bis 2,3 Kinder; realistisch planten Frauen von 18 bis 39 Jahren 2024/25 durchschnittlich 1,69.2

Wie groß ist die Lücke zwischen Wunsch und Kinderzahl?

Frauen von 40 bis 49 Jahren hatten 2021/22 durchschnittlich rund 0,6 Kinder weniger, als sie sich im Idealfall gewünscht hätten.1

Was ist die Geburtenrate?

Die zusammengefasste Geburtenziffer gibt an, wie viele Kinder eine Frau bekäme, wenn sie sich wie alle Frauen von 15 bis 49 Jahren im betrachteten Jahr verhielte.3

07belege

Belege

  1. [1]Friedrich, C., Bujard, M. (2025). Intended, ideal, and actual fertility in 11 European countries. Evidence on fertility gaps in different age groups from the Generations and Gender Survey. Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, Working Paper 2/2025. doi.org/10.5281/zenodo.17092718
  2. [2]Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (2026). Geburtentief und sinkende Kinderwünsche: Wie Zukunftssorgen und regionale Bedingungen die Familienplanung junger Menschen begleiten. FReDA Policy Brief 9/2026. www.bib.bund.de/Publikation/2026/pdf/Geburtentief-und-sinkende-Kinderwuensche-FReDA-Policy-Brief.pdf, abgerufen am 19.10.2026
  3. [3]Statistisches Bundesamt (2026). Zusammengefasste Geburtenziffer sinkt im Jahr 2025 auf 1,32 Kinder je Frau. Pressemitteilung Nr. 230 vom 01.07.2026. www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/07/PD26_230_12.html, abgerufen am 19.10.2026
  4. [4]Friedrich, C., Bujard, M. (2025). Stabile Kinderwünsche trotz Geburtenrückgang. Werden Geburten wegen der Krisen aufgeschoben? BiB.Aktuell 6/2025. www.bib.bund.de/Publikation/2025/pdf/Stabile-Kinderwuensche-trotz-Geburtenrueckgang.pdf, abgerufen am 19.10.2026
  5. [5]Aassve, A., Mencarini, L., Peng, C., Plach, S., Amarales, A. R., Tanturri, M. L. (2026). Parenthood decisions in uncertain times: Experimental evidence from four countries. Proceedings of the National Academy of Sciences 123 (31), e2601690123. doi.org/10.1073/pnas.2601690123

KI-gestützt recherchiert, von Menschen geprüft. Jede Aussage mit Quelle. Stand: 20.10.2026. Hast du einen Fehler entdeckt? Wir korrigieren ihn offen; die Einzelheiten stehen unter Korrekturen.

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