01die zahl
Wo liegt die Grenze zur oberen Hälfte?
Bei 103.200 €: Hatte dein Haushalt 2023 mehr Nettovermögen, gehörte er zur vermögensreicheren Hälfte der Haushalte in Deutschland.1 Diesen Wert nennt die Statistik Median; ordnet man alle Haushalte nach ihrem Nettovermögen, besitzt die eine Hälfte mehr, die andere weniger.1 3
Nettovermögen ist alles, was ein Haushalt besitzt, abzüglich seiner Schulden.1 Ansprüche auf eine gesetzliche Rente oder Pension zählen nicht dazu, und den Wert von Immobilien und Unternehmen schätzen die Haushalte selbst.1
Die Zahlen stammen aus der Studie „Private Haushalte und ihre Finanzen“ der Deutschen Bundesbank, für die von Mai 2023 bis Februar 2024 insgesamt 3.985 Haushalte befragt wurden.1 Das ist die neueste veröffentlichte Welle; alle Werte sind nominal.1
Zum Sachvermögen
zählen Immobilien, Unternehmen, Fahrzeuge und Schmuck.1
Zum Finanzvermögen
zählen Konten, Wertpapiere, private Renten- und Lebensversicherungen.1
Abgezogen werden
alle Kredite, ob durch eine Immobilie besichert oder nicht.1
Nicht mitgezählt
werden Ansprüche auf eine gesetzliche Rente oder Pension.1
Nettovermögen ist Vermögen abzüglich aller Schulden.1
02die verteilung
Wie ungleich ist das Vermögen?
Der Durchschnitt lag mit 324.800 € gut 3-mal so hoch wie der Median.1 Für ihn wird das gesamte Nettovermögen durch die Zahl der Haushalte geteilt, deshalb heben ihn wenige sehr große Vermögen an.1 3
Die Grenze der unteren 60 % lag bei 196.100 €, die der unteren 70 % bei 326.200 €.2 Der Durchschnitt lag über der 60-Prozent-Grenze; mehr als 60 % der Haushalte besaßen also weniger als den Durchschnitt.1 2
Die Säulen zeigen die Grenzen zwischen den Zehnteln der Haushalte, sortiert nach Nettovermögen.2
03die spitze
Wie viel besitzen die oberen 10 %?
Ab 779.500 € gehörte ein Haushalt zu den vermögendsten 10 %.1 2 Diese Haushalte besaßen zusammen 54 % des gesamten Nettovermögens, die untere Hälfte rund 3 %; auf die Haushalte dazwischen entfiel demnach der Rest von rund 43 %.1
Sehr vermögende Haushalte gelangen nur selten in die Stichprobe und nehmen dann auch an der Befragung teil; der Anteil der Spitze ist deshalb unterschätzt.1

04die regionen
Wo liegt die Mitte in Ost und West?
Im Osten einschließlich Berlin lag der Median 2023 bei 35.900 €, im Westen bei 143.200 €.1 2 In Bayern, Baden-Württemberg und Hessen zusammen lag er bei 188.800 €.1 2

05haushalt und alter
Was ändern Haushalt und Alter?
Gezählt wird das Vermögen des ganzen Haushalts, nicht das einzelner Personen.1 Alleinlebende kamen 2023 im Median auf 37.700 €, Alleinerziehende auf 10.000 €, Paare mit Kindern auf 166.300 € und Paare ohne Kinder auf 236.300 €.2
Das Vermögen baut sich laut Bundesbank im Erwerbsleben auf und nimmt im Alter wieder ab.1 War die Person mit dem höchsten Einkommen im Haushalt 25 bis 34 Jahre alt, lag der Median bei 19.100 €, bei 55 bis 64 Jahren bei 255.900 € und ab 75 Jahren bei 149.400 €.2
Median des Nettovermögens 2023 nach Haushaltstyp, in Tausend €2
06häufige fragen
Häufige Fragen
Wie hoch ist das Durchschnittsvermögen in Deutschland?
2023 lag das durchschnittliche Nettovermögen der privaten Haushalte bei 324.800 €, der Median bei 103.200 €.1
Ab wann gehört man zu den vermögendsten 10 %?
Ab 779.500 € Nettovermögen gehörte ein Haushalt 2023 zu den vermögendsten 10 %; diese besaßen zusammen 54 % des gesamten Nettovermögens.1 2
Was zählt zum Nettovermögen?
Sach- und Finanzvermögen wie Immobilien, Unternehmen, Konten und Wertpapiere, abzüglich aller Kredite; Ansprüche auf eine gesetzliche Rente oder Pension zählen nicht dazu.1
07belege
Belege
- [1]Deutsche Bundesbank (2025). Vermögen und Finanzen privater Haushalte in Deutschland: Ergebnisse der Vermögensbefragung 2023. Monatsbericht April 2025. publikationen.bundesbank.de/publikationen-de/berichte-studien/monatsberichte/monatsbericht-april-2025-954594?article=vermoegen-und-finanzen-privater-haushalte-in-deutschland-ergebnisse-der-vermoegensbefragung-2023--954598, abgerufen am 18.10.2026
- [2]Deutsche Bundesbank (2025). Tabellenanhang zur Vermögensbefragung 2023 (PHF), Datenstand März 2025. publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/955436/data/dbdce1fbc3b7f0ac7fc8b3727c17112a, abgerufen am 18.10.2026
- [3]Deutsche Bundesbank (2025). Private Haushalte und ihre Finanzen (PHF) 2023, Folien zum Pressegespräch vom 10.04.2025. www.bundesbank.de/resource/blob/754130/92fca4dbf7ecfe47350e717afc852420/472B63F073F071307366337C94F8C870/2024-04-10-phf-pressegespraech-data.pdf, abgerufen am 18.10.2026
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