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Rubrik: Zahl des TagesThema: Ernährung

Wie viel Salz nimmst du durch­schnittlich am Tag auf?

Männer nahmen in Deutschland im Median 10 Gramm Speisesalz am Tag auf, Frauen 8,4 Gramm. Wie diese Werte gemessen wurden, wie sie zu den Empfehlungen von DGE und WHO stehen und woher das meiste Salz stammt, zeigen die Daten der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland.

Stand 20.10.20263 Min. Lesezeit5 Belege

Der Beitrag als Karussell

swipedichschlau
Slide 1: Wie viel Salz nimmst du durchschnittlich am Tag auf? Eine Person mit langem blondem Haar und mintfarbenem Pulli hält einen Teelöffel mit einem Häufchen Salz hoch und betrachtet ihn neugierig, in der anderen Hand einen Salzstreuer; daneben steht Kopfi klein mit neugieriger Miene.
Slide 2: 10 Gramm. So viel Speisesalz nahmen Männer von 18 bis 79 Jahren in Deutschland 2008 bis 2011 im Median täglich auf, Frauen 8,4 Gramm. Die Grafik setzt „10,0 g“ mit „Männer“ und „8,4 g“ mit „Frauen“ gleich.
Slide 3: Wie wurde das gemessen? In Urinproben von 6.962 Erwachsenen wurden Natrium und Kreatinin bestimmt. Über das Kreatinin wurde die Ausscheidung auf 24 Stunden hochgerechnet. Angenommen wird, dass die Ausscheidung der Aufnahme entspricht. Gemessen wurde nicht der Verzehr, sondern das Natrium im Urin.
Slide 4: Wie viel wird empfohlen? Die DGE nennt als Orientierungswert bis zu 6 Gramm am Tag, die WHO empfiehlt Erwachsenen weniger als 5 Gramm. Die Säulengrafik „Speisesalz in Gramm am Tag“ zeigt für „WHO“ (Empfehlung) < 5 g, für „DGE“ (Orientierungswert) 6 g, für „Frauen“ (Median) 8,4 g und für „Männer“ (Median) 10 g. Der Median lag bei Männern 4 Gramm und bei Frauen 2,4 Gramm über dem Wert der DGE.
Slide 5: Wie viele lagen über 6 Gramm? Die Grafik zeigt 2 maßstabsgetreue Balken, die jeweils alle Gemessenen umfassen. Bei den Männern lagen 50 % über 10 g, weitere 29,5 % zwischen 6 und 10 g und 20,5 % bei höchstens 6 g. Bei den Frauen lagen 38,6 % über 10 g, weitere 30,9 % zwischen 6 und 10 g und 30,5 % bei höchstens 6 g. Damit lag jeder 2. Mann über 10 Gramm am Tag.
Slide 6: Woher stammt das Salz? Den größten Teil liefern verarbeitete Lebensmittel, in Deutschland vor allem Brot, Fleisch, Wurst und Käse. Die Säulengrafik „Speisesalz je Portion in Gramm“ zeigt für „Graubrot“ (1 Scheibe, 45 g) 0,6 g, für „Gouda“ (1 Scheibe, 30 g) 0,6 g, für „Salami“ (30 g) 1,2 g und für „Bratwurst“ (Rostbratwurst, 150 g) 2,2 g. Diese 4 Portionen enthalten zusammen 4,6 Gramm Speisesalz.
Slide 7: Die Mehrheit lag über 6 Gramm. Wie viele Gramm hättest du für dich geschätzt?
Slide 8: Die Slide listet die 5 Belege mit vollständiger Angabe auf. KI-gestützt recherchiert, von Menschen geprüft. Jede Aussage mit Quelle.

Kurz gesagt

Männer von 18 bis 79 Jahren nahmen in Deutschland 2008 bis 2011 im Median 10 Gramm Speisesalz am Tag auf, Frauen 8,4 Gramm.1 Gemessen wurde nicht der Verzehr, sondern das Natrium im Urin, aus dem die tägliche Aufnahme geschätzt wurde.2 5 Über dem Orientierungswert der DGE von bis zu 6 Gramm lagen 79,5 % der Männer und 69,5 % der Frauen; die WHO empfiehlt Erwachsenen weniger als 5 Gramm.2 4

Die Inhalte erklären Forschungsergebnisse und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.

01die zahl

Wie viel Salz nehmen Erwachsene auf?

In der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) des Robert Koch-Instituts von 2008 bis 2011 nahmen Männer von 18 bis 79 Jahren im Median 10,0 Gramm Speisesalz am Tag auf, Frauen 8,4 Gramm.1 2 Die eine Hälfte der Gemessenen lag über dem Median, die andere Hälfte darunter.1

Die mittlere Hälfte der Werte reichte bei Frauen von 5,3 bis 12,5 Gramm und bei Männern von 6,7 bis 14,5 Gramm.2 Der arithmetische Mittelwert lag laut Robert Koch-Institut etwas über dem Median.5

Neuere bundesweit repräsentative Messwerte für Erwachsene haben wir nicht gefunden (Stand 18.10.2026).

10,0 gheißtMänner1
8,4 gheißtFrauen1

02die messung

Wie wurde das gemessen?

Grundlage sind 6.962 Messungen von Natrium und Kreatinin in einzelnen Urinproben, sogenanntem Spontanurin.1 Über das Verhältnis von Natrium zu Kreatinin wurde die Natriumausscheidung eines ganzen Tages berechnet, denn Kreatinin scheidet der Körper anders als Natrium relativ gleichmäßig aus.2 5

Angenommen wird, dass die ausgeschiedene Natriummenge der aufgenommenen entspricht.2 5 Speisesalz, also Natriumchlorid, liefert etwa 90 % des Natriums in der Ernährung.2

Befragungen wie die Nationale Verzehrsstudie II ergaben im Median etwa 3 Gramm weniger, weil sie Portionen, Salzgehalte und das Nachsalzen nur ungenau erfassen.2 Die Hochrechnung aus einer einzelnen Urinprobe bleibt eine Schätzung; die tägliche Natriumausscheidung gilt aber trotz Kritik als geeignetes Maß für die mittlere Aufnahme in der Bevölkerung.2

  1. In Urinproben von

    6.962 Erwachsenen wurden Natrium und Kreatinin bestimmt.1

  2. Über das Kreatinin

    wurde die Ausscheidung auf 24 Stunden hochgerechnet.2 5

  3. Angenommen wird,

    dass die Ausscheidung der Aufnahme entspricht.2 5

Gemessen wurde nicht der Verzehr, sondern das Natrium im Urin.2 5

03die empfehlung

Wie viel Salz wird empfohlen?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt als Orientierungswert bis zu 6 Gramm Speisesalz am Tag; das entspricht etwa einem Teelöffel.2 3

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen weniger als 2.000 Milligramm Natrium am Tag, das entspricht weniger als 5 Gramm Speisesalz oder knapp einem Teelöffel.4

Der Median lag damit bei Männern 4 Gramm und bei Frauen 2,4 Gramm über dem Orientierungswert der DGE.1 2

Speisesalz in Gramm am Tag1 2 4

WHOEmpfehlung< 5 g
DGEOrientierungswert6 g
FrauenMedian8,4 g
MännerMedian10 g
Der Median lag bei Männern 4 Gramm und bei Frauen 2,4 Gramm über dem Wert der DGE.

04die verteilung

Wie viele lagen über 6 Gramm?

Von den Männern lagen 79,5 % über 6 Gramm und 50 % über 10 Gramm am Tag; damit lag jeder 2. Mann über 10 Gramm.2 Von den Frauen lagen 69,5 % über 6 Gramm und 38,6 % über 10 Gramm.2

Über 15 Gramm am Tag lagen 23,2 % der Männer und 15,1 % der Frauen.2 Die Mehrheit der Gemessenen lag also über dem Orientierungswert der DGE.2

Die Grafik zeigt 2 maßstabsgetreue Balken, die jeweils alle Gemessenen umfassen. Bei den Männern lagen 50 % über 10 g, weitere 29,5 % zwischen 6 und 10 g und 20,5 % bei höchstens 6 g. Bei den Frauen lagen 38,6 % über 10 g, weitere 30,9 % zwischen 6 und 10 g und 30,5 % bei höchstens 6 g.

05die herkunft

Woher stammt das Salz?

Den größten Teil liefern nach der DGE verarbeitete Lebensmittel und außer Haus zubereitete Speisen.2 3 In Deutschland tragen Brot, Fleisch, Wurst und Käse am meisten bei.2 3

Nach der DGE enthalten 1 Scheibe Graubrot und 1 Scheibe Gouda je 0,6 g Speisesalz, 30 g Salami 1,2 g und 1 Rostbratwurst 2,2 g.3 Zusammen kommen diese 4 Portionen auf 4,6 g Speisesalz.3

Speisesalz je Portion in Gramm3

Graubrot1 Scheibe, 45 g0,6 g
Gouda1 Scheibe, 30 g0,6 g
Salami30 g1,2 g
BratwurstRostbratwurst, 150 g2,2 g
Diese 4 Portionen enthalten zusammen 4,6 Gramm Speisesalz.3

06häufige fragen

Häufige Fragen

Wie viel Salz am Tag wird empfohlen?

Die DGE nennt als Orientierungswert bis zu 6 Gramm Speisesalz am Tag, die WHO empfiehlt Erwachsenen weniger als 5 Gramm.2 4

Wie viel Salz nehmen Menschen in Deutschland auf?

Nach Messungen von 2008 bis 2011 nahmen Männer im Median 10 Gramm Speisesalz am Tag auf, Frauen 8,4 Gramm.1

Wie viel sind 6 Gramm Salz?

6 Gramm Speisesalz entsprechen nach der DGE etwa einem Teelöffel.3

Woher kommt das meiste Salz?

Den größten Teil liefern verarbeitete Lebensmittel und außer Haus zubereitete Speisen, in Deutschland vor allem Brot, Fleisch, Wurst und Käse.2 3

Wie misst man, wie viel Salz jemand aufnimmt?

In der Studie wurde das Natrium im Urin gemessen und über das Kreatinin auf einen ganzen Tag hochgerechnet; angenommen wird, dass die Ausscheidung der Aufnahme entspricht.2 5

07belege

Belege

  1. [1]Johner, S. A., Thamm, M., Schmitz, R., Remer, T. (2015). Current daily salt intake in Germany: biomarker-based analysis of the representative DEGS study. European Journal of Nutrition 54 (7), 1109–1115. doi.org/10.1007/s00394-014-0787-8
  2. [2]Strohm, D. u. a. für die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (2016). Speisesalzzufuhr in Deutschland, gesundheitliche Folgen und resultierende Handlungsempfehlung. Ernährungs Umschau 63 (3), 62–70. www.dge.de/fileadmin/dok/wissenschaft/stellungnahmen/EU03_2016_M146-M154.pdf, abgerufen am 18.10.2026
  3. [3]Deutsche Gesellschaft für Ernährung (2020). Ausgewählte Fragen und Antworten zu Speisesalz, März 2020. www.dge.de/fileadmin/dok/gesunde-ernaehrung/faq/DGE-FAQ-Speisesalz-2020.pdf, abgerufen am 18.10.2026
  4. [4]World Health Organization (2026). Sodium reduction. Faktenblatt vom 11.05.2026. www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/salt-reduction, abgerufen am 18.10.2026
  5. [5]Klenow, S., Mensink, G. B. M. (2016). Natriumzufuhr in Deutschland. Journal of Health Monitoring 1 (2), 31–35. Robert Koch-Institut. doi.org/10.17886/RKI-GBE-2016-035

KI-gestützt recherchiert, von Menschen geprüft. Jede Aussage mit Quelle. Stand: 20.10.2026. Hast du einen Fehler entdeckt? Wir korrigieren ihn offen; die Einzelheiten stehen unter Korrekturen.

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