01die zahl
Wie viel Bildschirmzeit ist empfohlen?
0 Minuten: So viel Bildschirmzeit empfiehlt die deutsche medizinische Leitlinie für Kinder unter 3 Jahren.1 Babys und Kleinkinder sollen nach Möglichkeit überhaupt keine Zeit vor Bildschirmmedien wie Smartphone, Tablet, Spielkonsole und Fernseher verbringen.1
Die Werte stammen aus der S2k-Leitlinie „Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs in Kindheit und Jugend“.1 Fachleute unter anderem aus Kinderheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychologie haben sie in einem strukturierten Konsens erarbeitet, 12 Organisationen tragen sie, etwa aus Medizin, Psychologie und Suchthilfe.1 2
Im Juni 2026 wurde ihre Gültigkeit nach inhaltlicher Prüfung bis Juli 2028 verlängert.1
02die altersstufen
Was gilt für ältere Kinder?
Mit dem Alter steigt die empfohlene Höchstdauer: Für 3- bis 6-Jährige nennt die Leitlinie höchstens 30 Minuten, für 6- bis 9-Jährige höchstens 30 bis 45 Minuten, jeweils an einzelnen Tagen und mit einem Erwachsenen.1 2
Für 9- bis 12-Jährige sind es höchstens 45 bis 60 Minuten Bildschirmnutzung in der Freizeit, ab 12 Jahren höchstens 2 Stunden und ab 16 Jahren weiterhin 2 Stunden als Orientierungswert.1
Die Weltgesundheitsorganisation rät für Kinder unter 2 Jahren von Bildschirmzeit ab, die deutsche Leitlinie für Kinder unter 3 Jahren.2 Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit gibt die Werte bis 12 Jahre als Richtwerte wieder.3
03die tage
Gilt die Zeit täglich?
Nein, nicht für jüngere Kinder: Für 3- bis 9-Jährige sieht die Leitlinie Bildschirmzeit nur an einzelnen Tagen und mit einem Erwachsenen vor.1 2 Für 3- bis 6-Jährige nennt die Elternfassung ausdrücklich bildschirmfreie Tage dazwischen, und bei Grundschulkindern soll sich die Nutzung in der Freizeit auf einzelne Tage beschränken, damit keine Gewohnheit entsteht.1
Ab 6 Jahren zählen Hausaufgaben am Bildschirm nicht dazu; die Höchstzeiten betreffen die Freizeit.1

Ab 6 Jahren zählen Hausaufgaben am Bildschirm nicht dazu.1
04die nutzung
Wie viel nutzen Kleinkinder?
Die Nutzung im Alltag erfragt die miniKIM-Studie 2023 bei 600 Eltern von Kindern zwischen 2 und 5 Jahren.4 Nach deren Schätzung verbrachten die Kinder durchschnittlich 67 Minuten am Tag mit Fernsehen, Streaming, Videoportalen und Mediatheken.4
Die 2- bis 3-Jährigen kamen auf 62 Minuten, die 4- bis 5-Jährigen auf 72 Minuten.4 Das sind Durchschnitte aus Elternangaben, keine Messungen einzelner Kinder.4

05die forschung
Was zeigt die Forschung?
Eine Übersicht über 23 Metaanalysen mit rund 2,8 Millionen Kindern und Jugendlichen aus 64 Ländern fand 2026 Zusammenhänge, die statistisch meist als schwach gelten.5
Mehr Bildschirmnutzung ging mit etwas geringeren Sprach- und Schulleistungen sowie etwas mehr Verhaltensproblemen einher; mit Leseleistungen fand sich kein Zusammenhang.5 Ursache und Wirkung belegen solche Daten nicht.5
Bei der Sprache
lagen die Werte etwas niedriger.5
Im Verhalten
zeigten sich etwas mehr Probleme.5
Beim Lesen
fand sich kein Zusammenhang.5
Ursache und Wirkung belegen solche Daten nicht.5
06häufige fragen
Häufige Fragen
Wie viel Bildschirmzeit ist für Kinder unter 3 Jahren empfohlen?
Keine: Die deutsche Leitlinie empfiehlt für Kinder unter 3 Jahren, nach Möglichkeit überhaupt keine Zeit vor Bildschirmmedien zu verbringen.1
Wie viel Medienzeit ist für Grundschulkinder empfohlen?
Für 6- bis 9-Jährige nennt die Leitlinie höchstens 30 bis 45 Minuten an einzelnen Tagen und mit einem Erwachsenen; Hausaufgaben zählen nicht dazu.1 2
Wie viel Bildschirmzeit ist für Jugendliche empfohlen?
Ab 12 Jahren höchstens 2 Stunden Bildschirmnutzung in der Freizeit, ab 16 Jahren weiterhin 2 Stunden als Orientierungswert.1
Wie viel schauen Kleinkinder tatsächlich?
Nach Schätzung ihrer Eltern verbrachten 2- bis 5-Jährige 2023 durchschnittlich 67 Minuten am Tag mit Fernsehen, Streaming und Videos.4
07belege
Belege
- [1]Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) u. a. (2023). S2k-Leitlinie Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs in Kindheit und Jugend, AWMF-Register 027-075. Medienleitlinie für Eltern, Version 1.1, Gültigkeit verlängert am 10.06.2026 bis 14.07.2028. register.awmf.org/assets/guidelines/027_D_Ges_fuer_Kinderheilkunde_und_Jugendmedizin/027-075eltern_S2k_Praevention-dysregulierten-Bildschirmmediengebrauchs-Kinder-Jugendliche_2024-11-verlaengert.pdf, abgerufen am 18.10.2026
- [2]Martin, D. D., Schwarz, S. A. (2025). The German national guideline “prevention of dysregulated screen media use in childhood and adolescence”. European Journal of Public Health 35 (5), 811–812. doi.org/10.1093/eurpub/ckaf125
- [3]Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) (2024). Wie Kinder Medienkompetenz erlangen. kindergesundheit-info.de, Stand 07.05.2024. www.kindergesundheit-info.de/themen/medien/mediennutzung/medienerziehung/, abgerufen am 18.10.2026
- [4]Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs) (2024). miniKIM-Studie 2023. Kleinkinder und Medien. Basisuntersuchung zum Medienumgang 2- bis 5-Jähriger in Deutschland. mpfs.de/app/uploads/2025/01/miniKIM-2023_PDF_barrierearm.pdf, abgerufen am 18.10.2026
- [5]Al-Jbouri, E., Nivison, M. D., Neville, R. D., Marsh, A., McArthur, B. A., Christakis, D. A., Fearon, P., Madigan, S. (2026). Screen Use and Child and Adolescent Development and Mental Health Outcomes: A Quantitative Umbrella Review. JAMA Pediatrics, online 28.09.2026. doi.org/10.1001/jamapediatrics.2026.4339
KI-gestützt recherchiert, von Menschen geprüft. Jede Aussage mit Quelle. Stand: 20.10.2026. Hast du einen Fehler entdeckt? Wir korrigieren ihn offen; die Einzelheiten stehen unter Korrekturen.
Weitere Beiträge findest du in der Rubrik „Zahl des Tages“, im Thema „Gesundheit“ und in der Übersicht aller Beiträge. Wie wir Quellen auswählen und prüfen, steht unter So arbeiten wir.
Eine Kommentarfunktion gibt es auf dieser Website nicht. Fragen, Einwände und eigene Erfahrungen sammeln wir auf unserem Instagram-Kanal.
Diskutiere mit auf Instagram










